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Leute - Gente - Personajes |
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anda-luz präsentiert Ihnen nachfolgend Spezielles und Typisches aus Conil und Umgebung, vor allem „personajes“ - Menschen, die zwar nicht in die Weltgeschichte eingehen werden, die aber im Zuge der rasanten Entwicklung, die Conil und die Costa de la Luz derzeit erlebt, nicht vergessen werden sollten. Ob Almadraba-Fischer, Flamenco-Sänger, Torrero, Bauer, Barbesitzer, Künstler ob „puro andaluz“, oder Wahl-Andalusier, ob jung oder alt, ernst oder lustig, traurig oder skurril .... „Persönlichkeiten, nicht Prinzipien bringen die Zeit in Bewegung“ sagte bereits Oscar Wilde (1854-1900). |
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Foto: Juan Capacha, Ausstellung im "Hogar del Pensionista" |
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Seine größte Leidenschaft sind die Menschen von Conil, in erster Linie Fischer und Bauern, die er seit den 50-er bis in die 90-er Jahre in Schwarz- Weiss in allen Lebenssituationen fotografiert hat - mit einem Blick für das Wesentliche und mit der Gabe, authentische Momente festzuhalten. Fast jede Familie in Conil besitzt Andenken-Fotos von ihm mit persönlichen Anmerkungen. Die Fotos von Juan Capacha erzählen Geschichten von früher, seine Bilder sind nicht mehr wegzudenken und eine große Bereicherung für das Kulturerbe von Conil. „Juan Capacha“, ca. 80 Jahre alt , war bei der amerikanischen Marine Berufssoldat, zuerst in Afrika und dann in Rota stationiert. Er ließ sich bereits Ende der 50-er Jahre, als einer der ersten Ausländer in Conil nieder. Conilenos, die ihn schon aus den Anfangszeiten kennen, erzählen, dass er wohl der „guiri“ ist , der am meisten in Conil „ verliebt“ war und noch ist. Er soll jedes Mal, wenn er die Meerenge von Gibraltar mit einem Schiff durchquert hat, Flaschenpost ins Meer geworfen haben mit Botschaften für Conil, die auch angeblich angekommen sind. Er ist außerdem der erste Fremde, der ein apodo/mote= Spitznamen bekam: „capacha“ - einen aus Palmblättern geflochtenen Korb, den er immer mit sich trug. Auch heute noch sieht man ihn manchmal damit durch Conil gehen... Eine Dauerausstellung seiner Fotos ist im Hogar del Pensionista installiert und in der Bar „Curro Jimenez“ hängen auch zahlreiche Schwarz-Weiss-Fotos von ihm. Vor ein paar Jahren hat die Stadt Conil zwei Bildbände herausgebracht „Conil en la Memoria 1+2“, wo ebenfalls sehr viele Fotos von ihm zu finden sind. |
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![]() Informationen über die Schule und J.J. Quintero erhalten Sie hier (mit Hörbeispielen) : |
Juan Jesús Quintero und
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"Hogar del Pensionista" in Conil, Calle Cadiz
siehe hierzu Artikel im |
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Estanco Nr. 3 oder "La Tienda de Ramon"
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Juan de Dios ("Juande")- ehemaliger langjähriger Betreiber der legendären Bar " El Adán" (1979-2003) |
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Man kann schon sagen, dass Juan de Dios Ramirez Marin eine lokale Persönlichkeit ist - fast jeder im Dorf kennt ihn, vor allem diejenigen die viele Jahre in seinem Lokal in der Calle Peñon Stammgast waren. Das El Adán gibt es immer noch, jedoch hat sich Juande als Wirt zurückgezogen. Ende der 70er Jahre betrieb der bekannte spanische Sänger und Komponist Kiko Veneno eine Strand-Bar bei Fuente del Gallo.. Als die Bar Ende der Saison zumachte, entschloss er sich eine neue Kneipe in Conil aufzuziehen. Ein ehemaliges Wohnhaus in der Calle Peñon wurde umgebaut und das El Adán wurde 1979 als eines der ersten "Szene-Lokale" (bar de copas) in Conil eröffnet (es wurde nach seinem Sohn, der so heißt, benannt). Juande kellnerte damals schon zusammen mit Kiko in der Bar. In dieser Zeit waren einige bekannte spanische Musiker dort Stammgast, und es gab auch spontane Sessions z. B. mit Camarón, Pata Negra. Als Raimundo Amador mal da war, wurde an dem Abend der ganze Tequila-Vorrat ausgetrunken, berichtet Juande. 1982, nachdem sich Kiko aus der Gastronomie zurückzog, übernahm Juande das Lokal ganz und es wurde mehr oder weniger zum Symbol für die Calle Peñon. "Ich habe mitgekriegt, wie die Bars in dieser Strasse eröffneten und manche auch bald wieder Ihre Pforten schlossen. 1984 eröffnete das El Duende, danach die Bar Sur-Oeste und viele mehr. Die Hochzeit in dieser Strasse war zwischen 1989 und 1992" sagt Juande. In der Tat, am Wochenende wurde der Laden zum Mekka der "movida" aus Sevilla und anderen Großstädten. Das Lokal an sich war ziemlich klein, eher eine dunkle Kellerspelunke, wo es oft nach dem süßlichen Duft von Marihuana roch, die Einrichtung in dem alten Gemäuer mit den weiss gekalkten Wänden und Holzbalkendecke war sehr karg, eine lange Holztheke, hinter der Juande wegen seiner Größe auf einer Holzkiste stand, in einer Ecke, neben den Spirituosen befand sich immer eine Vase mit frischer Petersilie, eine Hexenpuppe hing an der Wand. Getränke wurden nie auf einen Zettel geschrieben, auch wenn der Laden brechend voll war, wusste er, wer wieviel und welches Getränk jemand hatte. |
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Ender der 90-er Jahre wurde das Lokal um einen Raum erweitert, eine Klima-Anlage wurde eingebaut und später durften Musikbars aus Lärmgründen nicht mehr die Türen offen lassen. Für Juande muss dies schlimm gewesen sein, denn von seinem Standort hinter der Theke konnte er die Leute auf der Strasse gut beobachten und je nachdem wer unterwegs war, legte er die entsprechende Musik au, damit der Laden voll wurde. 2003 entschloss er sich, das El Adán zu verpachten und in den "Ruhestand" zu gehen. Die Zeiten hatten sich auch geändert, es gab mittlerweile eine große Auswahl an Nacht-Bars in Conil, die Jugend hatte andere Bedürfnisse. Nach einigen Pächter-Wechsel, wird die Bar nun von einer Freundin geführt -. Juande ist ab und zu dort anzutreffen, als Gast, vor der Theke |
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"CURRO JARAMAGO" |
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Während ich mir die interessante Figur anschaute, näherte sich ein kleiner, älterer Mann mit Plastiktüten, lächelte mich an , deutete auf die Statue und sagte, dass er der Enkel dieses Herrn wäre. Ich verglich die beiden – und in der Tat, die Ähnlichkeit war erstaunlich, der gleiche Gesichtsausdruck, die Haltung, die Mütze. Ob es wirklich stimmt, werde ich wahrscheinlich nicht herausfinden, aber nun wollte ich wissen, wer Curro Jaramago aus Chiclana de la Frontera war. D.Francisco Aragón de la Torre , genannt „Curro Jaramago“ war ein Bohemien, ein guter Beobachter mit wachem Verstand, der nie um eine Antwort verlegen war und ein „Natur-Philosoph“ der ganz besonderen Art. Mit außergewöhnlicher Schärfe gab er instinktiv unbequeme Wahrheiten kund und verunsicherte dadurch viele seiner Mitmenschen. Er führte ein unbekümmertes Leben, nichts konnte ihn erschüttern, denn er hatte ja nichts zu verlieren. Ein Gläschen Wein in irgendeiner Bar und er fühlte sich als der reichste und glücklichste Mensch der Erde. Bei Facebook gibt es mittlerweile sogar eine Gruppe: EL ESPÍRITU DE "CURRO JARAMAGO" ( HZ, 2011.)
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